Ausführlicher Lebenslauf

Eigentlich…
begann ich mein Studium an der Universität des Saarlandes mit der festen Überzeugung, irgendwann einmal als niedergelassener Therapeut in einer Praxis zu arbeiten – also interessierte ich mich zunächst vor allem für klinische Fragestellungen. Ich arbeitete mich fasziniert durch psychopathologische Modelle und die Vielfalt der Heilmethoden. Gleichzeitig bekam ich, beauftragt durch das städtische Jugendamt, die Möglichkeit, mit „erziehungsschwierigen“ Jugendlichen und deren Familien zu arbeiten. Diese Tätigkeit verschaffte mir die nötige Bodenhaftung, erste kleine Beratungserfolge – und den ein oder anderen heilsamen Dämpfer, wenn ich Fehler machte und mir diese sehr deutlich zurückgemeldet wurden. „Nebenbei“ wurde ich Vater von zwei äußerst kommunikationsbegabten Töchtern. Lyn und Eva sind bis heute zwei Quellen der Freude, des Stolzes…und manchmal auch der Herausforderung für mich.

Nach dem Studium…
…führte ich zunächst als Dozent, später als Leiter zahlreiche Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen von Betriebsstillegungen („Outplacement“) im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg durch. Ich erinnere mich sehr gut an das flaue Gefühl, als ich das erste Mal vor einer Gruppe gerade entlassener Stahlarbeiter stand. Diese gestandenen Männer sollte ich als junger „Referent“ bei der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt unterstützen. Die Bitterkeit und Verzweiflung dieser Menschen war sehr real und natürlich flogen mir meine Trainingsinhalte erst einmal gnadenlos um die Ohren. Als mir vier Wochen später von der gleichen Gruppe gesagt wurde, ich sei „insgesamt doch ein guter Lehrer gewesen – auch wenn ich manchmal etwas umständlich geredet hätte“ – war ich so stolz wie selten vorher.
Damals wie heute die Herausforderung schlechthin für mich: Effektive Umsetzung psychologischen Wissens in Trainingskonzepten, die Menschen wirklich erreichen und weiterbringen.

Meine Kommilitonin…
…Chris Wolf brachte mich 1998 mit dem Institut für Betriebspsychologie – und damit auch engültig mit Kunden aus der freien Wirtschaft – in Kontakt. Aus einer ersten vorsichtigen Begegnung wurde eine bis heute andauernde intensive Zusammenarbeit. Dies hat eine Menge mit dem Leiter des Instituts für Betriebspsychologie, Heinz Jiranek, zu tun – er ist aus meiner Sicht einer der inhaltlich und methodisch versiertesten Psychologen überhaupt und ich lerne bis heute eine Menge von ihm. Einen weiteren ifb-Kollegen, Bernhard Jegan, schätze ich von Jahr zu Jahr mehr als guten Freund und engen Kollegen. Darüber hinaus fand ich im ifb ein kleines aber feines Netzwerk weiterer ausgezeichneter Beraterinnen und Berater vor, die allesamt eine ähnliche „Denke“ im Umgang mit Kunden und Beratungsaufträgen teilen. Im Kern unserer Philosophie steht der scheinbar einfache Grundsatz, den Kunden als erwachsenen Menschen zu behandeln – und entsprechend ehrlich mit ihm umzugehen. Daran hat sich über die Jahre für mich nichts geändert.

Heute…
…arbeite ich als Coach, Trainer und Berater in zwei unterschiedlichen „Welten“, die beide viel mit meiner Biografie zu tun haben. Einerseits versorge ich zahlreiche Kunden aus der „freien Wirtschaft“ (vom globalen Pharmakonzern über die klassische Versicherung bis hin zum hochspezialisierten Kfz-Zulieferer) mit meinen psychologischen Dienstleistungen. Andererseits arbeite ich viel und gern für soziale Unternehmen wie Schulen, Drogenberatungsstellen und Jugendämter. Durch diese beiden Schwerpunkte kann ich meine vielfältigen Interessen und Erfahrungshintergründe optimal in die Arbeit einbringen – bisweilen gelingt es sogar, die beiden Bereiche miteinander in Kontakt zu bringen (in dieser Hinsicht möchte ich in Zukunft noch aktiver werden…)
Fazit: Wer mich kennt weiß, wie sehr mein Herz für eine psychologisch solide und wirklich brauchbare Beratungsarbeit schlägt. Auf diesem Weg möchte ich weiter gehen – ehrlich meinen Kunden und mir selbst gegenüber.