Aktives Zuhören

Grundsätzlich gilt: “Wechselseitig komplementär” kommunizieren ist das beste „Heilmittel“ gegen symmetrische Eskalationen – während die eine Person „auf Sendung“ geht (erzählt, beschreibt, argumentiert) schaltet die andere konsequent auf „Empfang“.
Aktives Zuhören ist das wirksamste Mittel hierzu – und hat konsequent angewendet gleich mehrere positive Wirkungen:
> Der Zuhörer versteht wirklich, was der andere meint – das verhindert spätere Missverständnisse und zeitraubende Wiederholungen
> Der Zuhörer generiert Wertschätzung für den Gesprächspartner – und nutzt damit eine der wichtigsten Motivations- und Deeskalationsquellen überhaupt
> Wer spürt, dass ihm anständig zugehört wird, ist anschließend selbst umso bereiter, auf Empfang zu gehen und einen wirklichen Austausch zu ermöglichen.
Beim Aktiven Zuhören kommt es darauf an, durch
> Aufgreifen einzelner Aussagen des Gesprächspartners und durch
> gezieltes offenes Nachfragen
möglichst genau zu verstehen, was der andere wirklich meint.
Allerdings stellen diese beiden trainierbaren „Gesprächstools“ nicht die größte Hürde für eine komplementäre Kommunikation dar – meistens besteht die eigentliche Herausforderung darin, eine wirkliche Bereitschaft zum Zuhören zu entwickeln.

Sich ganz auf den anderen und seine Themen einzulassen – und so lange die eigene „Senftube“ konsequent zu verschließen – das ist zum einen mühsam (gerade wenn man selbst eine Menge zum Thema zu sagen hätte), zum anderen kommen durch gezieltes Nachfragen oftmals unbequeme Wahrheiten und Meinungen – und für Führungskräfte manchmal auch akuter Handlungsbedarf – zu Tage.